Ein gewisser Charles Spencer Chaplin

Theaterstück von Daniel Colas/deutsch von Dieter Hallervorden
© DERDEHMEL/Urbschat
Produktion: Schlosspark Theater Berlin

Die außergewöhnliche Geschichte des wohl populärsten Menschen des 20. Jahrhunderts: Charles Spencer Chaplin (1889 - 1977).

Ein schwingendes Stöckchen, ein abgewetzter Anzug, eine Melone auf dem Kopf: In diesem Kostüm begeisterte Charlie Chaplin jahrzehntelang ein Millionenpublikum. Mit untrüglichem Gespür für die Rolle, hartem Arbeitseinsatz und dem Mut, alles auf eine Karte zu setzen, arbeitete sich der Künstler an die Weltspitze vor. Doch wer war dieser Charlie Chaplin ohne sein Kostüm? Was dachte, fühlte, tat diese grandiose Persönlichkeit in ihrem Privatleben? Wen liebte dieser Mann, wem vertraute er? Wo war seine Familie? Wie ging der Weltstar mit Schicksalsschlägen um?

In einem reichen Bilderbogen fasst der französische Autor Daniel Colas den Lebensbogen dieses Genies zusammen. Er schafft einen Helden zum Anfassen: Einen Menschen, der seine Familie liebt. Einen Mann, der glasklar weiß, wie er sein Publikum zu Jubelstürmen hinreißen und seine Medienpräsenz für politische Zwecke einsetzen kann.

Ins Deutsche übertragen wurde das Stück, das am 23.09.2015 am Pariser Théâtre Montparnasse uraufgeführt wurde, von Dieter Hallervorden. Die deutschsprachige Erstaufführung folgt am 14.10.2017 am Schlosspark Theater, Berlin.

Mit:


© Brigitte Grothum
Brigitte Grothum

Brigitte Grothum


© Brigitte Grothum

Brigitte Grothum wurde 1935 in Dessau geboren und zog im Alter von 15 Jahren nach Berlin.[1] Das Abitur absolvierte sie an der Ricarda-Huch-Schule in Berlin-Charlottenburg und begann danach eine Schauspielausbildung bei Marlise Ludwig und Herma Clement. Anfangs spielte sie hauptsächlich Theater an verschiedenen Berliner Bühnen. Später kehrte sie trotz vieler Engagements in Rundfunk- und Film immer wieder an die Bühne zurück. 1966 und 1967 trat sie bei den Salzburger Festspielen als Hermia in Shakespeares Ein Sommernachtstraum unter der Regie von Leopold Lindtberg auf. 1955 stand sie in Reifende Jugend erstmals vor der Kamera und im Jahr darauf spielte sie die „Marion“ in dem Reiter-Drama Preis der Nationen (Das Mädchen Marion). Bekannt wurde Brigitte Grothum 1961 vor allem durch ihre Hauptrolle in der Edgar Wallace-Verfilmung Die seltsame Gräfin an der Seite von Klaus Kinski, mit dem sie damals auch privat befreundet war. Als weitere Wallace-Adaptionen folgten Das Gasthaus an der Themse und Der Fluch der gelben Schlange.

Im Fernsehen war Grothum in über 100 verschiedenen Produktionen zu sehen. Das zeitlich längste Fernsehengagement erlebte sie als Magda Färber in der TV-Vorabendserie Drei Damen vom Grill, wo sie an der Seite von Brigitte Mira, Günter Pfitzmann und Harald Juhnke spielte. Als Regisseurin inszenierte Grothum 1987 das Mysterienspiel Jedermann von Hugo von Hofmannsthal, das seit dem Fall der Mauer jährlich im Herbst im Berliner Dom aufgeführt wird.[2]

Darüber hinaus war Grothum seit 1957 in der Synchronisation tätig und lieh ihre Stimme prominenten Kolleginnen wie Lee Remick (Sie möchten Giganten sein), Diane Keaton (Der Schläfer), Barbara Eden (Unternehmen Feuergürtel), Virginia Mayo (Maschinenpistolen), Diana Rigg als Emma Peel in Mit Schirm, Charme und Melone[3] oder Debbie Watson als Tammy in der Fernsehserie Tammy, das Mädchen vom Hausboot. In Die Halbstarken synchronisierte sie Karin Baal, da diese zuvor noch nie vor einer Kamera gestanden hatte und auch sonst über keinerlei schauspielerische Erfahrung verfügte.

Neben diversen Filmrollen stand Brigitte Grothum auch mehrfach auf deutschen Theaterbühnen. So zuletzt 2011 und 2012 in Berlin und Hamburg[4] in der sehr erfolgreichen Theaterproduktion von Kalender Girls. Vom 21. Juni bis zum 2. Juli 2012 verkörperte sie von Folge 30 bis 36 Gertrud Mahlbeck in der ZDF-Telenovela Wege zum Glück – Spuren im Sand und war von Folge 69 bis 74 erneut in dieser Rolle zu sehen.

Sie ist die Nichte des deutschen Flugpioniers Hans Grade. Mit dem aus Bayern stammenden Orthopäden Manfred Weigert ist sie seit 44 Jahren in zweiter Ehe[5] verheiratet, das Paar hat zwei Kinder.[6] Sie wohnt in Berlin-Nikolassee.[7] Ihre Tochter Debora Weigert ist auch Schauspielerin.


© Paul Partyzimmer
Wolfgang Bahro

Wolfgang Bahro


© Paul Partyzimmer

Bereits als Abiturient spielte der in Berlin¬‐Wilmersdorf geborene Wolfgang Bahro seine erste Hauptrolle in dem ARD‐Spielfilm „Verführungen“ von Michael Verhoeven. Nach dem Abitur studierte er Psychologie und Theaterwissenschaften, parallel dazu besuchte er die Schauspielschule von Prof. Erika Dannhoff. Neben ersten Auftritten in Fernsehserien und in dem Kinofilm „Der Mann auf der Mauer“ folgten Engagements am Berliner Grips Theater, den Kammerspielen und dem Theater Die Komödianten. Von dort holte ihn dann Dieter Hallervorden für die „DIDI-¬‐SHOW“ sowohl auf die Bühne der „Wühlmäuse“, als auch ins ZDF. Wolfgang Bahro war dann einige Jahre Ensemblemitglied im Kabarett „Die Stachelschweine“ und nach der Wende wechselte er zum ehemaligen Staatkabarett der DDR, „Die Distel“. Neben seiner Tätigkeit auf der Bühne wirkte er aber auch in etlichen Fernsehproduktionen mit. Wie zum Beispiel als Modeschöpfer in dem ZDF‐Sechsteiler „Die Durchreise“ oder in der Sat1-¬‐Serie „Für alle Fälle Stefanie“. Seine bekannteste Rolle spielte Wolfgang Bahro allerdings in der RTL‐Serie „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten“, wo er seit nun mehr fast 25 Jahren den durchtriebenen Rechtsanwalt „Dr. Jo Gerner“ verkörpert. Trotz der zeitaufwendigen Dreharbeiten blieb er dem Theater aber immer treu. So wirkte er von 1993 bis 2007 jedes Jahr bei den „Jedermann-¬‐Festspielen“ im Berliner Dom mit, spielte 2013/15 im jüdischen Theater „Bimah“ den Adolf Hitler in Rolf Hochhuths Stück „Gasherd und Klistiere“ und war in einigen Produktionen des Kabaretts „Die Stachelschweine“ zu sehen. Zurzeit tritt er neben seiner Fernsehtätigkeit regelmäßig mit seinem eigenen Programm „Berliner Zeitensprünge“ auf, in dem er kabarettistisch durch über 100 Jahre Berliner Humor reist.


© Robert Recker
Karsten Kramer

Karsten Kramer


© Robert Recker

Schon während seines Studiums an der Hochschule für Musik und Theater Rostock spielte Karsten Kramer in verschiedenen Fernseh- und Theaterproduktionen. Für die Titelrolle in Walter Hasenclevers „Der Sohn“ wurde er von der Zeitschrift „Theater heute“ zum besten Nachwuchsschauspieler nominiert. Sein Festengagement am Theater Erfurt beendete er nach fünf Jahren für einen mehrmonatigen Auslandsaufenthalt in China. Seit seiner Rückkehr arbeitet Karsten Kramer als freischaffender Schauspieler. In den letzten Jahren war er in Frankfurt, Hamburg und Greifswald tätig und spielte verschiedenste Hauptrollen, wie Schädel in Shakespeares „Verlorene Liebesmüh“, Walter Kempowski in den Uraufführungen „Tadellöser & Wolff“ und „Uns geht`s ja noch Gold“, sowie Vetter Lymon in „DieBallade vom traurigen Cafè“. Bei den Bad Hersfelder Festspielen wurde er 2003 für seinen Truffaldino in Goldonis „Diener zweier Herren“ mit dem Großen Hersfeldpreis ausgezeichnet. Zehn Jahre lang verkörperte er den melancholisch-witzigen Klaus-Peter in der preisgekrönten ZDF Serie „Anja & Anton“. Der Märchenfilm „Die Schöne und das Biest“ - mit Karsten Kramer in einer der Hauptrollen - gewann 2013 den Kinderfilmpreis EMIL und den Robert Geisendörfer Preis. 2014 erhielt Karsten Kramer den Publikumspreis der Burgfestspiele Jagsthausen. Mit Alexandra Kamp und Götz Otto spielte er zuletzt in „Don Quijote“ am Altonaer Theater Hamburg.


  • insgesamt 9 Schauspieler/innen

Regie: Rüdiger Wandel
Bühne: Jan A. Schröder
Kostüm: Viola Matthies/Jasper Krafft
Spielzeit: 05.12.2019 - 19.12.2019 und 09.01.2020 - 23.01.2020
Dauer: ca. 2 Std. 10 Min. (inkl. Pause)