Bruder Martin & Bruder Johann

Ein Theaterstück über Martin Luther und Johann Tetzel
Produktion: Kammerspiele Magdeburg

Uraufführung!

Das Stück erzählt von der Auseinandersetzung der zwei wichtigsten Gegenspieler der Reformation: Martin Luther und Johann Tetzel. Auf der einen Seite die radikale moralische Instanz, auf der anderen der erfolgreiche Verführer, Verkäufer und Moderator. Die Tragikomödie behandelt die Verführbarkeit des Menschen durch die Verheißung von Sicherheit und Glück in einer Zeit der großen Verunsicherungen und Brüche, wie sie gegenwärtig in den westlichen Gesellschaften ganz ähnlich zu erleben sind. Stellt man Luther und Tetzel einander aus heutiger Sicht gegenüber, ist davon auszugehen, dass Tetzel in unserer Mediengesellschaft die wesentlich bessere Figur machen würde. Der von ihm gebotene Ablass ist auch heute noch ein Verkaufsschlager, während die „göttliche Brutalität“ Luthers (Heine) vor dem Hintergrund heutiger Realpolitik geradezu weltfremd wirkt. Würden wir so einen wählen? Einen Mann, der uns durch sein Beispiel auf uns selbst und unser Gewissen zurückwirft? Oder würden wir Tetzel wählen, weil er uns Versprechungen macht, von denen wir zwar insgeheim wissen, dass er sie nicht wird halten können, aber der Verantwortung übernimmt - und uns unsere eigene Verantwortung abnimmt? Zwei großartige Schauspieler agieren in insgesamt zehn Rollen und wurden im Jahr des Reformationsjubiläums bei zahlreichen Auftritten stürmisch gefeiert.

Mit:


© Oliver Breite
Oliver Breite

Oliver Breite


© Oliver Breite

geboren 1963 in Berlin 1985-1989 Schauspielstudium an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ 1989 bis 1993 Mecklenburgische Staatstheater Schwerin 1993 bis 2001 Staatstheater Cottbus 2001 bis 2004 Deutsches Theater Berlin 2004 bis 2005 Nationaltheater Mannheim seit 2005 freischaffender Schauspieler zahlreiche Kino- (u.a. „Nachtgestalten“ von Andreas Dresen) und Fernseh-Filme (u.a. Tatort, Polizeiruf 110, Bella Block, Alte Freunde, Die Wölfe, Nachtschicht, Soko Wismar, Notruf Hafenkante, Wilsberg, Weissensee) 1997 Max-Grünebaum-Preis


Michael Günther Bard
Michael Günther Bard

Michael Günther Bard


Michael Günther Bard

Von 1986-1990 Schauspielstudium an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig. 1990 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der „Freien Kammerspiele Magdeburg“, wo er bis 2001 u.a. King Lear, Dr. Stockmann, Danton u.v.m. spielte. Danach wechselte er ans Theater Bern (CH), dort war er als Prospero, Kreon, Thomas Buddenbrook, Harry Haller und in vielen anderen Rollen zu erleben. 2005 gastierte er am Staatstheater Wiesbaden als Herr Paulmann in „Remind me to forget“. Für diese Rolle erhielt er auf dem KosovolnFestival in Priština den Preis als bester männlicher Schauspieler. Von 2007 bis 2014 war er fest am Hessischen Staatstheater Wiesbaden engagiert und spielte dort u.a. den Antonius in „Antonius und Kleopatra“, Macbeth und Othello von Shakespeare, Agamemnon, Michael Kohlhaas, Helmer in „Nora“, Bruscon in Bernhards „Theatermacher“ und Goethe in „Lotte in Weimar“. Seit 2014 ist er Schauspieler, Regisseur und Künstlerischer Leiter an den Kammerspielen Magdeburg. Gastspiele auf internationalen Festivals führten ihn nach Peking, Zypern, Pristina und Bulgarien. Immer wieder steht er auch für Kino („Baader“ u.a.) und TV (Tatort, Polizeiruf 110, Soko Leipzig u.a.). vor der Kamera



Regie: Wolf Bunge
Ausstattung: Meyke Schirmer
Rechte: Dirk Heidicke
Spielzeit: Termine auf Anfrage
Dauer: ca. 2 Std. (inkl. Pause)