Auf Messers Schneide (Cancún)

Komödie von Jordi Galceran
© DERDEHMEL/Urbschat
Produktion: Schlosspark Theater Berlin

Glänzendes Verwirrspiel um die Frage: „Was wäre gewesen wenn?“

Die befreundeten Ehepaare Romy und Victor, Laura und Paul machen gemeinsam Urlaub in Cancún, Mexiko. In bester Stimmung und leicht angeheitert enthüllt Romy eine kleine, scheinbar harmlose Intrige: Vor über 25 Jahren versteckte sie einen Autoschlüssel, so dass nicht Victor, sondern Paul Laura nach Hause fahren musste. In dieser Nacht begannen die Beziehungen beider Paare. Romys Geständnis löst bei den Beteiligten heftige Reaktionen aus. Während sich Victor manipuliert fühlt, spielt Paul scherzhaft mit dem Gedanken eines Partnertausches. Als Romy am nächsten Morgen erwacht, wird sie nicht von Victor, sondern von Paul zum gemeinsamen Frühstück begrüßt. Sie ist plötzlich mit einem anderen Mann verheiratet. Es entspinnt sich ein tragikomisches Verwirrspiel um Identitäten und Paarungen, in dessen Zentrum Romy all ihrer Gewissheiten beraubt wird. Haben sich die Anderen gegen sie verschworen, um ihr einen Denkzettel zu verpassen? Haben sie sich auf einen Partnertausch eingelassen? Romy reagiert ungläubig, wütend, verwirrt – eine Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs. Galceran spielt gekonnt mit der Erwartungshaltung und Kombinationsgabe der Zuschauer. Er zwingt uns, Lebenswege aus einer radikal Auf Messers Schneide (Cancún) Glänzendes Verwirrspiel um die Frage: „Was wäre gewesen wenn?“ anderen Perspektive zu betrachten und einer Frage nachzugehen, die wir uns alle sicher schon mal gestellt haben: „Was wäre gewesen wenn?“ „Cancún“ wurde 2008 in katalanischer Sprache im Teatre Borràs, Barcelona, uraufgeführt, nur ein Jahr später fand die deutschsprachige Erstaufführung am kleinen Theater Tiefrot in Köln statt. Auf Spanisch lief es in Madrid, Argentinien, Miami, Venezuela, Kolumbien und Paraguay. In Übersetzungen stand es auch in Italien, Rumänien, Bulgarien, Russland, Litauen und in den USA auf dem Spielplan.

Mit:


© Uwe Tölle
Jens Wawrczeck

Jens Wawrczeck


© Uwe Tölle

Jens Wawrczeck wurde 1963 am Limfjord in Dänemark geboren und stand bereits als Kind beim NDR in Hamburg in Astrid Lindgrens „Die Brüder Löwenherz“ vor dem Mikrofon. An den Hamburger Kammerspielen gab er kurz danach sein Bühnendebüt und blieb seitdem sowohl dem Theater als auch dem Hörspiel treu. Nach seiner Schauspielausbildung in Hamburg, Wien und New York war er in den unterschiedlichsten Rollen zu sehen, für seine Darstellung des Edgar in Shakespeares „König Lear“ unter der Regie von Volker Lechtenbrink wurde er in Bad Hersfeld mit dem Kritiker- und Zuschauerpreis ausgezeichnet. Zuletzt war er in Hamburg in der deutschen Erstaufführung von Leon de Winters „Anne“ zu sehen und wird dort nächstes Jahr die Lady Bracknell in Anatol Preisslers Inszenierung von Oscar Wildes „Bunbury“ spielen. Jens Wawrczeck ist auch ein vielbeschäftigter Hörbuchinterpret, dessen Lesungen regelmäßig auf der HR-Bestenliste erscheinen. Unter seinem eigenem Hörbuchlabel Edition Audoba veröffentlicht er vergessene literarische Kostbarkeiten wie James Baldwins „Giovannis Zimmer“ oder Arthur Bernèdes „Belphégor, das Phantom des Louvre“. Im November 2015 startet er mit „Eine Dame verschwindet“ eine neue Reihe mit Lesungen der literarischen Vorlagen zu Alfred Hitchcocks Filmklassikern. Bereits seit 1979 ist Jens Wawrczeck einem großen Publikum als Teil des Kult-Trios „Die drei ???“ bekannt, der weltweit erfolgreichsten Hörspielserie. 2016 wird er hierfür gemeinsam mit seinen Sprecherkollegen für sein Lebenswerk mit dem Sonderpreis des Deutschen Hörbuchpreises ausgezeichnet. Ebenfalls 2016 wird sein erstes Gesangsalbum „Lost In Filmsongs“ erscheinen, auf dem er vergessene Filmsongs neu interpretieren wird. Insgesamt lebt der Schauspieler gern nach dem Motto eines seiner Lieblingsautoren, Marcel Aymé: „Das größte Vergnügen im Leben besteht darin, Dinge zu tun, die man nach Meinung anderer Leute gar nicht fertig bringt.“


© Agentur Nielsen
Kai Maertens

Kai Maertens


© Agentur Nielsen

Kai Maertens entstammt der berühmten Hamburger Theaterfamilie Maertens. Nach Abitur und Zivildienst bereiste er knapp fünf Jahre Südeuropa, Afrika und Amerika auf der Suche nach der Wahrheit. Die fand er dann, nach dem Besuch der Hamburger Schauspielschule, 1983 am Kindertheater der Städtischen Bühnen Osnabrück. Es folgten feste Engagements in Köln und am Thalia Theater Hamburg. Dort arbeitete er mit Regisseuren wie Ruth Berghaus, Katharina Thalbach, George Tabori, Jürgen Flimm und Jürgen Gosch. Seit 1992 ist er als freier Schauspieler und Regisseur tätig. Es folgten seitdem Rollen u. a. im TAT Frankfurt, im Kai Theater Brüssel, im HAU Berlin, im Schauspielhaus Wien, im St. Pauli Theater Hamburg sowie im Theater am Kurfürstendamm Berlin, in den Hamburger Kammerspielen und im Renaissance-Theater Berlin. Bei den Störtebeker Festspielen auf Rügen führte er bei „Beginn einer Legende“ im Sommer 2013 Regie. Seine erste TV-Rolle bekam er 1984 unter der Regie von Wolfgang Staudte in dem Fernsehspiel „Typisch Schauspieler“. Einem Millionenpublikum wurde er durch Serien wie u. a. „Sterne des Südens“, „Geisterjäger John Sinclair“, „SOKO Wismar“ und „Der Landarzt“ bekannt. Im Kino war er u. a. 2012 in dem Film „Judengasse“ von Carsten Degenhard zu sehen, der auf den Festspielen in Cannes Weltpremiere feierte. Er ist glühender Fan von Jens Wawrczeck und dem FC St. Pauli.


© Nina Grützmacher
Anja Topf

Anja Topf


© Nina Grützmacher

Anja Topf übernimmt schon während ihrer Schulzeit Musical- und Operettenrollen in ihrer Heimatstadt Wien, und erhält direkt nach dem Abitur Engagements in Deutschland. Zunächst spielt sie am Volkstheater in München, es folgen zahlreiche Engagements an verschiedenen Privattheatern in Hamburg und Berlin (Ernst-Deutsch-Theater, Komödie Winterhuder Fährhaus, Kudamm-Theater, St. Pauli-Theater, Gorki-Theater). Zuletzt spielt sie unter der Regie von Nino Haratischwili in verschiedenen Stücken der Autorin im Lichthof Hamburg, im Deutschen Theater Berlin und in der Elbphilharmonie.

Dem Fernsehpublikum ist sie u.a. durch die beliebte Krankenhaus-Fernsehserie „Alphateam“ bekannt, wo sie lange Jahre die Rolle der „Veronika Bleibtreu“ übernimmt. Seit einigen Jahren ist sie als Dozentin für Schauspiel und Liedinterpretation an der Hamburger Stage School tätig und arbeit erfolgreich als zertifizierter egometric Coach und Trainer im Bereich Typisierung/Branding in Hamburg.

Mit ihrer markanten Stimme synchronisiert sie zahlreiche TV-Serien/Filme und wirkt in diversen Hörspielen, Games und Hörbuchern mit. Bei vielen Produktionen führt sie auch selbst Synchronregie.



Regie: Folke Braband
Bühne: Stephan Dietrich
Kostüm: Jakob Knapp
Musik: Ashley Dindoyal, Philippe Roth
Rechte: Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG
Spielzeit: 10.01.2020 - 02.02.2020
Dauer: ca. 2 Std. (inkl. Pause)