Bunbury - oder Ernst sein ist alles

Komödie von Oscar Wilde
© Oliver Fantitsch
Produktion: Ernst Deutsch Theater Hamburg

Nominiert für den MONICA BLEIBTREU PREIS 2017

Die Gentlemen Algernon und Jack ergreifen jede Gelegenheit, sich ungeliebten gesellschaftlichen Verpfl ichtungen zu entziehen und eigenen Vergnügungen nachzugehen. Der eine erfindet einen schwerkranken Freund namens Bunbury, um aus der Stadt aufs Land zu fliehen. Den anderen treibt es vom Land in die Stadt, um angeblich einen hoffnungslos verdorbenen Bruder Ernst zu bessern. Jack, der sich in der Stadt als Ernst ausgibt, verliebt sich in Algernons Cousine Gwendolen. Algernon besucht Jacks Landhaus, behauptet dessen Bruder Ernst zu sein und verliebt sich in Jacks Mündel Cecily. Als beide Frauen aufeinandertreffen und von der Eroberung eines aufregenden Mannes mit Namen Ernst schwärmen, ist die Verwirrung groß…

Oscar Wilde (1854 -1900) ist nach ›Das Bildnis des Dorian Gray‹ und ›Salome‹ auf dem Zenit seines künstlerischen Schaffens. Die souveräne Leichtigkeit seiner geschliffenen, geistreichen Dialoge macht ihn bis heute zum unangefochtenen Meister der gehobenen Gesellschaftskomödie. In ›Bunbury‹ entlarvt er Menschen, die in starren gesellschaftlichen Konventionen gefangen sind; sie täuschen lieber eine akzeptierte Identität vor, als die eigene zu leben.

Premiere am Ernst Deutsch Theater Hamburg: 24. November 2016

Mit:


© Uwe Tölle
Jens Wawrczeck

Jens Wawrczeck


© Uwe Tölle

Jens Wawrczeck wurde 1963 am Limfjord in Dänemark geboren und stand bereits als Kind beim NDR in Hamburg in Astrid Lindgrens „Die Brüder Löwenherz“ vor dem Mikrofon. An den Hamburger Kammerspielen gab er kurz danach sein Bühnendebüt und blieb seitdem sowohl dem Theater als auch dem Hörspiel treu. Nach seiner Schauspielausbildung in Hamburg, Wien und New York war er in den unterschiedlichsten Rollen zu sehen, für seine Darstellung des Edgar in Shakespeares „König Lear“ unter der Regie von Volker Lechtenbrink wurde er in Bad Hersfeld mit dem Kritiker- und Zuschauerpreis ausgezeichnet. Zuletzt war er in Hamburg in der deutschen Erstaufführung von Leon de Winters „Anne“ zu sehen und wird dort nächstes Jahr die Lady Bracknell in Anatol Preisslers Inszenierung von Oscar Wildes „Bunbury“ spielen. Jens Wawrczeck ist auch ein vielbeschäftigter Hörbuchinterpret, dessen Lesungen regelmäßig auf der HR-Bestenliste erscheinen. Unter seinem eigenem Hörbuchlabel Edition Audoba veröffentlicht er vergessene literarische Kostbarkeiten wie James Baldwins „Giovannis Zimmer“ oder Arthur Bernèdes „Belphégor, das Phantom des Louvre“. Im November 2015 startet er mit „Eine Dame verschwindet“ eine neue Reihe mit Lesungen der literarischen Vorlagen zu Alfred Hitchcocks Filmklassikern. Bereits seit 1979 ist Jens Wawrczeck einem großen Publikum als Teil des Kult-Trios „Die drei ???“ bekannt, der weltweit erfolgreichsten Hörspielserie. 2016 wird er hierfür gemeinsam mit seinen Sprecherkollegen für sein Lebenswerk mit dem Sonderpreis des Deutschen Hörbuchpreises ausgezeichnet. Ebenfalls 2016 wird sein erstes Gesangsalbum „Lost In Filmsongs“ erscheinen, auf dem er vergessene Filmsongs neu interpretieren wird. Insgesamt lebt der Schauspieler gern nach dem Motto eines seiner Lieblingsautoren, Marcel Aymé: „Das größte Vergnügen im Leben besteht darin, Dinge zu tun, die man nach Meinung anderer Leute gar nicht fertig bringt.“


© Maria Hartmann
Maria Hartmann

Maria Hartmann


© Maria Hartmann

Maria Hartmann arbeitet seit vier Jahrzehnten als Schauspielerin. Geboren in Hamburg, begann sie mit 18 Jahren ihre Karriere am Thalia Theater. 1980 ging sie mit Boy Gobert nach Berlin an die Staatlichen Schauspielbühnen und traf dort mit vielen wichtigen Regisseuren zusammen, so etwa mit Hans Lietzau, Katharina Thalbach oder Niels-Peter Rudolph. Neben der Theatertätigkeit steht sie immer wieder vor der Kamera, spielte in Kinoproduktionen wie "Anonyma" (Regie Max Färberböck) oder "Drei" (Regie Tom Tykwer). Auch kann man sie in unterschiedlichsten Fernsehfilmen sehen wie etwa in "Im falschen Leben", im "Tatort" oder in "Kommissarin Heller". Darüber hinaus arbeitet Maria Hartmann häufig für den Rundfunk. Mit großer Leidenschaft veranstaltet sie seit Jahren literarische Lesungen, hat ein eigenes Literaturkonzept entwickelt, erarbeitet Programme zu vielfältigen Themen und bringt auf diese Weise Passion und Beruf zusammen.


Copyright: Philip Hegger/action press
Patrick Abozen

Patrick Abozen


Copyright: Philip Hegger/action press

Patrick Abozen beendet seine Ausbildung 2009 an der Schule für Schauspiel Hamburg. Von 2009 bis 2011 ist er unterwegs mit dem Tourneetheater Die Theatermacher mit ›Die Räuber‹ und ›Fröhlicher Weinberg‹. Er spielt u.a. 2010 am Renaissance Theater in Berlin, 2011-2013 am Deutschen Schauspielhaus und 2014 - 2016 an den Hamburger Kammerspielen. Dort wird er 2014 für seine Darstellung des Driss in der Bühnenfassung von ›Ziemlich beste Freunde‹ mit dem Rolf-Mares-Preis ausgezeichnet. Am Ernst Deutsch Theater ist er 2015 in ›Das Boot‹ zu sehen. Neben regelmäßigen Auftritten in verschiedenen Spielfilmen und Fernsehserien ist er seit 2013 fester Ermittler im Kölner ›Tatort‹.


  • insgesamt 8 Schauspieler/innen

Regie: Anatol Preissler
Bühne: Karel Spanhak
Kostüme: Marrit van der Burgt
Rechte: Vertriebsstelle und Verlag Deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten GmbH, Norderstedt
Spielzeit: 18.10.2018 - 30.11.2018
Dauer: ca. 2 Std. 10 Min. (inkl. Pause)