Lesungen von Maria Hartmann & Jens Wawrczeck

© Maria Hartmann
Maria Hartmann

Maria Hartmann


© Maria Hartmann

Maria Hartmann arbeitet seit vier Jahrzehnten als Schauspielerin. Geboren in Hamburg, begann sie mit 18 Jahren ihre Karriere am Thalia Theater. 1980 ging sie mit Boy Gobert nach Berlin an die Staatlichen Schauspielbühnen und traf dort mit vielen wichtigen Regisseuren zusammen, so etwa mit Hans Lietzau, Katharina Thalbach oder Niels-Peter Rudolph. Neben der Theatertätigkeit steht sie immer wieder vor der Kamera, spielte in Kinoproduktionen wie "Anonyma" (Regie Max Färberböck) oder "Drei" (Regie Tom Tykwer). Auch kann man sie in unterschiedlichsten Fernsehfilmen sehen wie etwa in "Im falschen Leben", im "Tatort" oder in "Kommissarin Heller". Darüber hinaus arbeitet Maria Hartmann häufig für den Rundfunk. Mit großer Leidenschaft veranstaltet sie seit Jahren literarische Lesungen, hat ein eigenes Literaturkonzept entwickelt, erarbeitet Programme zu vielfältigen Themen und bringt auf diese Weise Passion und Beruf zusammen.


© Uwe Tölle
Jens Wawrczeck

Jens Wawrczeck


© Uwe Tölle

Jens Wawrczeck wurde 1963 am Limfjord in Dänemark geboren und stand bereits als Kind beim NDR in Hamburg in Astrid Lindgrens „Die Brüder Löwenherz“ vor dem Mikrofon. An den Hamburger Kammerspielen gab er kurz danach sein Bühnendebüt und blieb seitdem sowohl dem Theater als auch dem Hörspiel treu. Nach seiner Schauspielausbildung in Hamburg, Wien und New York war er in den unterschiedlichsten Rollen zu sehen, für seine Darstellung des Edgar in Shakespeares „König Lear“ unter der Regie von Volker Lechtenbrink wurde er in Bad Hersfeld mit dem Kritiker- und Zuschauerpreis ausgezeichnet. Zuletzt war er in Hamburg in der deutschen Erstaufführung von Leon de Winters „Anne“ zu sehen und wird dort nächstes Jahr die Lady Bracknell in Anatol Preisslers Inszenierung von Oscar Wildes „Bunbury“ spielen. Jens Wawrczeck ist auch ein vielbeschäftigter Hörbuchinterpret, dessen Lesungen regelmäßig auf der HR-Bestenliste erscheinen. Unter seinem eigenem Hörbuchlabel Edition Audoba veröffentlicht er vergessene literarische Kostbarkeiten wie James Baldwins „Giovannis Zimmer“ oder Arthur Bernèdes „Belphégor, das Phantom des Louvre“. Im November 2015 startet er mit „Eine Dame verschwindet“ eine neue Reihe mit Lesungen der literarischen Vorlagen zu Alfred Hitchcocks Filmklassikern. Bereits seit 1979 ist Jens Wawrczeck einem großen Publikum als Teil des Kult-Trios „Die drei ???“ bekannt, der weltweit erfolgreichsten Hörspielserie. 2016 wird er hierfür gemeinsam mit seinen Sprecherkollegen für sein Lebenswerk mit dem Sonderpreis des Deutschen Hörbuchpreises ausgezeichnet. Ebenfalls 2016 wird sein erstes Gesangsalbum „Lost In Filmsongs“ erscheinen, auf dem er vergessene Filmsongs neu interpretieren wird. Insgesamt lebt der Schauspieler gern nach dem Motto eines seiner Lieblingsautoren, Marcel Aymé: „Das größte Vergnügen im Leben besteht darin, Dinge zu tun, die man nach Meinung anderer Leute gar nicht fertig bringt.“


Anton Tschechow und Olga Knipper

Mein ferner geliebter Mensch

Gerademal fünf Jahre konnten Olga Knipper und Anton Tschechow miteinander verbringen. Als sie sich 1899 trafen - sie eine gefeierte Schauspielerin des Stanislawski-Ensembles, er der grosse Erneuerer der russischen Literatur -, war der Schriftsteller bereits seit vielen Jahren von Tuberkulose gezeichnet. Der Tatsache, dass die beiden die längste Zeit ihres gemeinsamen Lebens getrennt verbracht haben, verdanken wir die Existenz hunderter von Briefen. Sie zeugen von einer nicht unkomplizierten und vielleicht gerade deshalb so berührenden Beziehung zweier Ausnahmekünstler.

Termin: auf Anfrage
Dauer: ca. 1 Std. 50 Min. (inkl. Pause)

Diverse

Schwarz, schwärzer, am Schwärzesten

ein Mix aus literarischen Skurrilitäten, Grotesken und Fantasierereien

Mit teuflischem Vergnügen haben Maria Hartmann und Jens Wawrczeck ihren ganz eigenen Mix aus literarischen Skurilitäten, Grotesken und Fantastereien zusammengestellt. Wer unerwartete und schwarzhumorige Wendungen liebt, wer das Ungewöhnliche sucht und offen für das Schön-Schaurige ist, kommt hier auf seine Kosten.

Termin: auf Anfrage
Dauer: ca. 1 Std. 50 Min. (inkl. Pause)

Diverse II

Eheglück und andere Katastrophen

ein amüsanter Ritt durch die Beziehungskiste

Gute Miene zum bösen Spiel, glänzende Fassaden vor bröckelnden Ruinen.... der Fächer zwischenmenschlicher Missverständnisse und skurrilen Unglücks ist groß.

Maria Hartmann und Jens Wawrczeck geben Ihnen in ihrer Lesung einen tragikomischen Einblick in den Kosmos menschlicher Abgründe, die uns allen nicht unbekannt sein dürften.

Termin: auf Anfrage
Dauer: ca. 1 Std. 50 Min. (inkl. Pause)

Felix Mendelssohn Bartholdy und Fanny Hensel

Jetzt hört alle mal zu

Aus Fanny Mendelssohn Bartholdy, verheiratete Hensel, sollte nie eine professionelle Musikerin werden. Zwar war sie eine hochbegabte Komponistin und Pianistin, doch zum Star der Familie avancierte ihr vier Jahre jüngerer Bruder Felix, der von Johann Wolfgang von Goethe als Wunderkind gefeiert wurde.

Obwohl Gleichberechtigung noch ein Fremdwort war, begegnen wir in dem Briefwechsel der beiden nicht nur einer außergewöhnlich intensiven Geschwisterliebe, sondern auch einem Dialog auf Augenhöhe. Felix und Fanny Mendelssohn lassen uns Anteil nehmen an ihrem aufregenden Leben, und geben uns einmalige persönliche, musikalische und historische Einblicke.

Eine spannende, höchst unterhaltsame Reise in die erste Hälfte des 19.Jahrhunderts.

Termin: auf Anfrage
Dauer: ca. 1 Std. 50 Min. (inkl. Pause)

Hans Christian Andersen und Lina von Eisendecher

Je mehr Fehler, desto besser

Der Dichter Hans Christian Andersen, der vielleicht berühmteste Sohn Dänemarks, war schon zu seinen Lebzeiten das, was man heute einen Popstar nennt: ein Dauergast auf dem Gesellschaftsparkett des 19. Jahrhunderts, in aller Welt geliebt und bewundert, ständig auf Reisen. Seine wohl hartnäckigste Verehrerin war Lina von Eisendecher, die Hofratsgattin aus Oldenburg in Oldenburg, die trotz ihres konservativen Umfelds einen recht unverblümten Fanbrief an ihr Idol schickte. Andersen antwortete ihr, und eine über zwei Jahrzehnte dauernde Brieffreundschaft entstand, die ihresgleichen sucht. Der verblüffende Umgang des Dichters mit der deutschen Sprache und die Reibung dieser sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten machen den Briefwechsel zu einer echten Entdeckung und einem spannenden, anrührenden und ungemein amüsanten Erlebnis.

Termin: auf Anfrage
Dauer: ca. 1 Std. 50 Min. (inkl. Pause)

Marilyn Monroe und Papst Johannes XXIII.

Briefe zwischen Himmel und Hölle

Marilyn und der Papst - eine ungewöhnlichere Korrespondenz wird man kaum finden. Und auch wenn es nur fiktiv sein mag, dass der süße Engel des Sex - wie Norman Mailer die Monroe nannte - und der Vatikan im regen Briefwechsel standen, völlig abwegig ist es nicht. Denn sowohl Marilyn Monroe, als auch Papst Johannes XXIII. waren vielschichtiger und überraschender, als ihr Image zunächst vermuten lässt.

In Dorothea Kühl-Martinis Buch "Briefe zwischen Himmel und Hölle" wendet sich die Monroe in der Mitte der 50er Jahre an den heiligen Vater in der Hoffnung, bei ihm Antworten zu finden, die ihr Hollywood nicht geben kann. Daraus entsteht eine provokative, geistreiche und berührende Begegnung zweier Ikonen des 20. Jahrhunderts.

Termin: auf Anfrage
Dauer: ca. 1 Std. 50 Min. (inkl. Pause)